· Peer-Reviewed Technical Paper

Cybersicherheit von Ultraschallsensoren im Fokus des Stuttgart International Symposium

Sebastian Gahm, Jonathan Haller, Reiner Kriesten

Wie lassen sich Ultraschallsensoren automatisierter Fahrzeuge systematisch gegen Cyberangriffe absichern? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich die Forschung am Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM) der Hochschule Karlsruhe. Aktuelle Ergebnisse zur Cybersicherheitsanalyse eines automobilen Ultraschallsensorsystems wurden beim Stuttgart International Symposium vorgestellt.

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Wie lassen sich Ultraschallsensoren automatisierter Fahrzeuge systematisch gegen Cyberangriffe absichern? Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich die Forschung am Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM) der Hochschule Karlsruhe. Aktuelle Ergebnisse zur Cybersicherheitsanalyse eines automobilen Ultraschallsensorsystems wurden beim Stuttgart International Symposium vorgestellt.

Ultraschallsensoren übernehmen in modernen Fahrzeugen eine wichtige Funktion bei der Wahrnehmung des unmittelbaren Fahrzeugumfelds. Sie kommen unter anderem bei Fahrerassistenzfunktionen wie Einparkhilfen und automatisierten Parksystemen zum Einsatz. Eine gezielte Manipulation dieser Sensoren kann dazu führen, dass Objekte falsch erkannt oder Entfernungen fehlerhaft bestimmt werden. Solche Veränderungen der Sensordaten können sich auf nachgelagerte Fahrfunktionen und Fahrzeugmanöver auswirken.

Vor diesem Hintergrund untersucht Sebastian Gahm, Doktorand im Bereich der Cybersicherheit hochautomatisierter Fahrzeuge am Institut für Energieeffiziente Mobilität (IEEM) der Hochschule Karlsruhe, die Cybersecurity-Risiken automobil eingesetzter Ultraschallsensorsysteme. Am 9. Juli stellte er die Forschung im Rahmen einer Pitch-Session des Stuttgart International Symposium vor, das vom Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) veranstaltet wird.

Bereits im Vorfeld des Symposiums wurde die Forschungsarbeit im Rahmen der Wissenschafts- und Öffentlichkeitskommunikation auf LinkedIn vorgestellt. Der Beitrag kündigte die Präsentation beim Stuttgart International Symposium an und gab zugleich einen Einblick in die Motivation, den Versuchsaufbau und die wissenschaftlichen Fragestellungen des Forschungsprojekts. Damit wurde die wissenschaftliche Arbeit frühzeitig auch außerhalb des unmittelbaren Fachpublikums sichtbar gemacht.

Zur ursprünglichen Ankündigung auf LinkedIn.

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeit steht eine systematische Cybersicherheitsanalyse des Sensorsystems. Dabei werden schützenswerte Assets, mögliche Bedrohungsszenarien sowie potenzielle Angriffspfade identifiziert und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Sensorsystem bewertet. Ein Demonstrationsaufbau ermöglicht es anschließend, ausgewählte Bedrohungen und Angriffsszenarien unter kontrollierten Bedingungen experimentell zu untersuchen.

Die Verbindung einer strukturierten Risikoanalyse auf Grundlage etablierter Automotive-Cybersecurity-Ansätze mit einer experimentellen Validierung adressiert eine bislang nur begrenzt untersuchte Fragestellung. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis möglicher Manipulationen von Ultraschallsensorsystemen zu entwickeln und daraus Erkenntnisse für die Cybersicherheit zukünftiger automatisierter Fahrfunktionen abzuleiten.

Die Forschungsarbeiten werden von Prof. Dr.-Ing. Reiner Kriesten betreut und sind aus dem Projekt Last Mile City Lab – Erprobungsräume für die urbane Logistik (LMCL) hervorgegangen. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Baden-Württemberg gefördert.

Die wissenschaftlichen Ergebnisse wurden im Peer-Reviewed Technical Paper Cybersecurity Risk Assessment and Experimental Validation of Automotive Ultrasonic Sensors von Sebastian Gahm, Jonathan Haller und Reiner Kriesten veröffentlicht. Der Beitrag erschien 2026 als SAE Technical Paper und wurde im Green-Access-Modell von SAE publiziert. Ab Januar 2027 wird das Paper als Open Access frei verfügbar sein.

Zum Paper bei SAE Mobilus.